Nimm auf was dir Gott vor die Tür gelegt hat (RCV 2006)
Nimm auf was dir Gott vor die Tür gelegt hat (RCV 2006)
“Anhand meines eigenen Lebens möchte ich das Leben der Quäker in Deutschland beleuchten und auch Veränderungen aufzeigen”: Gisela Faust berichtet in ihrer Cary-Vorlesung aus dem Jahr 2006 von Erfahrungen, die sie in ihrem Quäkerleben gemacht hat, und von jenen ihrer Eltern – ein Panorama vom ersten Weltkrieg über den Nationalsozialismus und die deutsch-deutsche Teilung bis in die Gegenwart.
Schüttet das Kind nicht mit dem Bade aus : Story – Gemeinschaft – Herausforderung für die Religiöse Gesellschaft der Freunde (RCV 2005)
Schüttet das Kind nicht mit dem Bade aus : Story – Gemeinschaft – Herausforderung für die Religiöse Gesellschaft der Freunde (RCV 2005)
Eva Pinthus floh mit einem Kindertransport aus Nazideutschland nach Großbritannien und war während der Zeit der DDR dort eine ständige Besucherin und wichtige Kontaktperson für die ostdeutschen Freund:innen, denen sie ihre Cary-Vorlesung aus dem Jahr 2005 widmete. Ihr Thema ist die Verständigung mittels Stories: “Um es abgekürzt zu sagen: Die Eltern verstehen die Kinder nicht, die Kinder die Eltern nicht, die Geschwister untereinander nicht; so hat es mal ein amerikanischer Botschafter gesagt, und nun kommen wir und wollen, dass sich die Völker verstehen. Also dahinter steckt eine tiefe Weisheit: Man muss sich große Mühe geben, man muss zuhören können und man muss sein Eigenes artikulieren können, um ein Stück Verständigung zu erreichen.”
Quercus Quakerus : die Wurzeln und Blüten des Quäkerbaums im 21. Jahrhundert (RCV 2004)
Quercus Quakerus : die Wurzeln und Blüten des Quäkerbaums im 21. Jahrhundert (RCV 2004)
In seiner Cary-Lecture aus dem Jahr 2004 nutzt der US-amerikanische Quäker Tony Fitt die Metapher des Baumes, um das Quäkertum zu beschreiben: “Wenn dieser Baum Früchte tragen soll, dann hat das bestimmte Voraussetzungen. Er muss in fruchtbarem Boden gepflanzt sein, mit ausreichender Bewässerung und einer gesunden Wurzelstruktur. Obgleich moderne Quäker fast jede Farbe des religiösen Spektrums vertreten, sind sie sich alle darüber einig, dass ihre Anfänge aus den Erfahrungen der frühen Freunde stammen, deren Wurzeln im Vorbild von Jesus zu finden sind.”
Halte lieb deinen Genossen, dir gleich – ICH bin’s (RCV 2003)
Halte lieb deinen Genossen, dir gleich – ICH bin’s (RCV 2003)
In seiner Cary-Vorlesung aus dem Jahr 2003 umkreist Robert Antoch ein Thema, das ihn umtreibt, und das Jenseits der Worte liegt – die Verbundenheit zwischen den Menschen, das Liebesgebot und das gütekräftige Handeln.
Vom Wesen und Werk der Liebe (RCV 2002)
Vom Wesen und Werk der Liebe (RCV 2002)
Roswitha Jarman widmet ihre Cary-Vorlesung aus dem Jahr 2002 der Liebe – einer Liebe ohne warum, einer Liebe, die keine Erwide-
rung fordert, aber ganz konkrete Qualitäten hat.
Licht, darin zu leben : Erkundungen in der Spiritualität der Quäker (RCV 2001)
Licht, darin zu leben : Erkundungen in der Spiritualität der Quäker (RCV 2001)
„Der erste Schritt des Friedens ist es, still im Lichte zu verharren.“ (George Fox): Der britische Quäker Rex Ambler stellt das “Experiment mit Licht” (Experiment with Light) vor, ein zeitgenössisches (Meditations-)Programm, um individuell und in Gemeinschaft die Quäkerspiritualität zu erkunden.
Quäkerglaube, Quäkerzeugnis und Quäkerarbeit : gestern, heute und morgen (RCV 2000)
Quäkerglaube, Quäkerzeugnis und Quäkerarbeit : gestern, heute und morgen (RCV 2000)
In seiner Cary-Vorlesung aus dem Jahr 2000 fragt der britische Quäker Kurt Strauss nach der Verbindung von Glaube und Wirken bei de Frühen Freund:innen, am Jahrtausendwechsel und, soweit das möglich ist, in der Zukunft. (Mit einem Nachwort des Autors für die Online-Veröffentlichung, dreizehn Jahre später).
Das Sichtbare verwandeln / Transforming the Visible (RCV 1999)
Das Sichtbare verwandeln / Transforming the Visible (RCV 1999)
In ihrer Cary-Vorlesung aus dem Jahr 1999 lotet Veness Höhen und Tiefen ihres kontemplativen Lebens aus und vergleicht es mit dem aktiven, zielstrebig handelnden Dasein anderer. Ihre Berufung war vielleicht keine Wahl – eine Erkrankung schränkt ihre Möglichkeiten ein -, doch sie lebt sie als solche und bringt uns den Beitrag, den kontemplative Menschen in der Gemeinschaft einbringen können, näher.
The PDF version is bilingual German/English.
Quäker in der Gesellschaft (RCV 1998)
In seiner Cary-Vorlesung von 1998 lotet Hans-Ulrich Tschirner unser Wirken als Quäker in der Gesellschaft aus, die schwierigen oder gar unmöglichen Entscheidungen wie im 17./18. Jahrhundert beim “heiligen Experiment” (William Penn), der Quäker-Kolonie Pennsylvanien, in der rund 70 Jahre lang das Friedenszeugnis als oberste Richtschnur politischen Handelns galt, bis die abgeforderte Zahlung einer Kriegssteuer zum Rückzug der Quäker aus der Regierung führten. Auch in der heutigen Gesellschaft begegnen wir oft solchem Dilemma als “Philanthropen, Revolutionäre oder nur religiöse Phantasten”, so der Untertitel.
Soziale Zeugnisse der Quäker (RCV 1997)
Soziale Zeugnisse der Quäker (RCV 1997)
In ihrer Cary-Vorlesung von 1997 fragt sich Inge Specht, ob die Quäker neben dem Friedenszeugnis auch ein Soziales Zeugnis formulieren sollten? Sie zeichnet nach, wie Quäker früher und heute dieses Zeugnis immer schon lebten und leben, und wagt sogar einen Versuch, aus den bekannten Texten Formulierungen zu destillieren.
Kinder zwischen naiver und intellektueller Religiosität (RCV 1996)
Kinder zwischen naiver und intellektueller Religiosität (RCV 1996)
Heinrich Brückner beschreibt seine Cary-Vorlesung von 1996 so: “Zusammenfassend habe ich ein sehr weit offenes Verständnis für Religiosität dargestellt von der naiv aufgenommenen Erfahrung bis zum reflektierenden Ringen um Verständnis – auch mit Hilfe von Symbolbildern.” Er spannt den Bogen von prägenden Erfahrungen der eigenen Kindheit über Erkenntnisse aus seiner langjährigen Praxis als Kinderarzt hin zu intellektueller Begriffbildung späterer Jahre. Religiösität als lebendige Energie außerhalb religiöser Dogmen ins Leben zu integrieren, als lebendigen Fluss des Werdens, ist sein Wunsch und Ziel.
Meine Erfahrung der Botschaft von George Fox durch seine Episteln (RCV 1995)
Meine Erfahrung der Botschaft von George Fox durch seine Episteln (RCV 1995)
Annette Fricke widmet sich in ihrer Cary-Vorlesung von 1995 den Episteln von George Fox, die er 1647 bis zu seinem Tod 1691 verfasste, ihrem zeitlichen Kontext, ihrer Sprache und Symbolik, den biblischen Bezügen und ihrer Relevanz für uns heute. Sie spürt einzelnen Sätzen und Worten nach, wägt die Nuancen der verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten ab und interpretiert ihre Bedeutung damals und heute, so dass George Fox’ Denken für uns klar und einsichtig wird. Mit Übersetzung der Episteln von George Fox und Zeittabelle im Anhang.
Spirituelle Freundschaft : neue Modelle, neue Beziehungen (RCV 1994)
Spirituelle Freundschaft : neue Modelle, neue Beziehungen (RCV 1994)
“Jesus befiehlt, aber der Befehl kommt nicht von oben herab, sondern es ist das Wort eines Freundes”. Mit dem Wesen dieser spirituellen Freundschaft, die auf Gleichheit, Akzeptanz, Liebe beruht, beschäftigt sich Harvey Gillman in seiner Cary-Vorlesung von 1994. Gillman stellt Modelle unserer Beziehungen vor: die wir zum “großen Mysterium” unterhalten und unter uns in Gemeinschaft, die der frühen Freunde und die der heutigen. “Da Gott gastfreundlich ist, müssen auch wir es sein.”
- Die PDF-Datei ist ein Scan der Printversion – Onlineversion folgt.
Jesu Nachfolge heute : vom Erlöser zum Leitbild (RCV 1993)
Jesu Nachfolge heute : vom Erlöser zum Leitbild (RCV 1993)
Maurice de Coulon skizziert in seiner biographisch ausgerichteten Cary-Vorlesung von 1993 sein anderes Jesusbild: das Bild von Jesus, dem Erlöser, hinter sich lassend, erkennt er Jesus als Leitbild an, als Wegbereiter, als Ausdruck des Prinzips “Leben” ohne Wenn und Aber, in der Liebe, im Dienen, in der Erkenntnis, in der Nachfolge. “Er stellt mit seinem Leben ein für mich bisher unübertroffenes Sinnbild für mein eigenes Leben dar.”
Quäker sein zwischen Marx und Mystik (RCV 1992)
Quäker sein zwischen Marx und Mystik (RCV 1992)
“Ich erforsche Mystik, ich lehre Mystik und versuche, Mystik zu leben (…)! Ich erforsche Marxismus, ich lehre Marxismus und ich versuche, Marxismus zu leben”, schreibt Heinz Röhr 1992 in seiner Cary-Vorlesung. Damit ist zugleich sein eigenes Leben “umfasst”, als real erlebte Quintessenz von Lehre und Theorie.
Die Quäker : ein Orden in der Gemeinschaft der Christen? (RCV 1991)
Die Quäker : ein Orden in der Gemeinschaft der Christen? (RCV 1991)
Der anglikanische Pfarrer und Quäker Paul Oestreicher versucht in seiner Cary-Vorlesung von 1991, die Quäker-Gemeinschaft als “Orden” christlicher Prägung besser zu verstehen, erklärt die Parallelen und Unterschiede und fragt nach seinen Aufgaben. Der Orden der “Suchenden einerseits und der Flüchtlinge [aus der Kirche] andererseits” stellt auch “hohe Forderungen … der risikoreichen Freiheit und der teueren Liebe”.
Bin ich meines Bruders Hüter? (RCV 1990)
Bin ich meines Bruders Hüter? (RCV 1990)
Helmut Ockel betreibt in seiner Cary-Vorlesung von 1990 ein intensives Wieder-Lesen von 1. Mos. 4, 1-16, dem Mythos von Kain und Abel. Er interpretiert ihn u.a. als innerpsychischen Gegensatz zweier produktiver Kräfte. Nicht der sichtbar gewordene Zorn ist ‚böse‘, sondern der Umgang damit, die Tötung. Wir müssen Spannungen aushalten und den Dialog innen wie außen führen, nicht unterbinden.
Glauben, der nicht zu Taten führt, ist ein leblos Ding (RCV 1989)
Glauben, der nicht zu Taten führt, ist ein leblos Ding (RCV 1989)
Ausgehend von ihrer Erfahrung mit der Quäkerspeisung in den 1920er Jahren legt Annelies Becker in ihrer Cary-Vorlesung aus dem JAhr 1989 dar, dass Hilfsarbeit und Soziale Anliegen im Herzen des Quäkertums liegen.
Es ist ein Licht in jedem Menschen (RCV 1988)
Es ist ein Licht in jedem Menschen (RCV 1988)
In ihrer Cary-Vorlesung aus dem Jahr 1988 sucht Ines Ebert nach dem Grund der Toleranz und der Hoffnung, die entsteht, wenn wir auf das Licht im Anderen antworten.
Der Raum der Stille im Alltäglichen (RCV 1987)
Der Raum der Stille im Alltäglichen (RCV 1987)
In seiner Cary-Vorlesung aus dem Jahr 1987 beschreibt Wolfgang Harms die Wirkung der Stille, aus denen eine schöpferische Unruhe erwachsen kann. In der Stille wird die Beziehung zu Gott ebenso gestärkt wie jene zu anderen Menschen, so seine Erfahrung.
… “dass man da wohnen möge” (RCV 1986)
… “dass man da wohnen möge” (RCV 1986)
Helga und Konrad Tempel teilen ihre “Vision und Erfahrung eines gemeinsamen Lebens”: Zwei Lebenswege, gemeinsame spirituelle Suche und gemeinsames Engagement für den Frieden und die Gewaltfreiheit.
Einzelheiten zum Ganzen (RCV 1985)
Einzelheiten zum Ganzen (RCV 1985)
Hans Petersen, der als Protest gegen den Nationalsozialismus zum Quäker wurde, blickt in seiner Cary-Vorlesung aus dem Jahr 1985 zurück auf sein Leben und die Antworten, die er auf die Frage gefunden hat, woran und warum er glaubt.
Lasst euer Leben sprechen : Das Christus-Licht in gewöhnlichen Menschen wie du und ich (RCV 1984)
Lasst euer Leben sprechen : Das Christus-Licht in gewöhnlichen Menschen wie du und ich (RCV 1984)
Die Cary-Vorlesung von Pleasaunce Holtom aus dem Jahr 1984 stellt das Leben ‘gewöhnlicher’ Quäker in den Mittelpunkt und erzählt dabei amerikanisch-deutsche Quäkergeschichte. Das Leben spricht auf jeden Fall, so das Fazit – aber es kommt darauf an, was es sagt.
Alle Menschen sind unsere Brüder : Quäkerhaltung und -arbeit 1933-[19]41
Eine Kurzdarstellung von Quäkerhaltung und Quäkerarbeit zur Zeit des Nationalsozialismus. Ein Sonderdruck aus “Der Quäker” Nr.9/1984, den wir kostenfrei als PDF zur Verfügung stellen.
Fürchtet Euch nicht … (RCV 1983)
Fürchtet Euch nicht … (RCV 1983)
In seiner Cary-Vorlesung aus dem Jahr 1983 fragt Geoerg Schnetzer nach den Gründen für Angst in seinem und unserem Leben und den Möglichkeiten, diese zu überwinden: “Das war also der Auftrag von Jesus, so wie er ihn verstand: Die Furcht in den Herzen der Menschen zu besiegen und sie durch Vertrauen und Zuversicht zu ersetzen. Uns von einem Leben der Defensive zu befreien und an dessen Stelle ein Leben der Freiheit und Spontaneität zu setzen. Ein reiches und erfülltes Leben an die Stelle der zerbrechlichen und ängstlichen Existenz zu setzen, zu der unsere Furcht uns verdammt.”
