Manfred Pollatz
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John Woolman : Von der schöpferischen Kraft der Persönlichkeit (RCV 1951)

Manfred Pollatz
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„In den gleichen letzten Junitagen hatte ich in der Pyrmonter Freizeit, die der Jahresversammlung 1936 unmittelbar vorausging, an zwei Abenden über ‚John Woolman als religiöse Persönlichkeit‘ zu sprechen. Es waren kaum fünf Minuten vor dem Anfang des Abends, als ich die Bestätigung erhielt, meine Frau und ich würden vor unserer Rückkehr nach Haarlem zu unserer Hilfsarbeit für [jüdische] Flüchtlingskinder hir in Pyrmont verhaftet werden und die Gestapo-Beamten seien bereits im Saal. Zwei Abende waren erfüllt von dem Leben und der Gedankenwelt John Woolmans, zwei Nächte getragen von der Zuversicht, die sein Beispiel lehrt. Kein Wort von dem ursprünglichen Text blieb bei dem Vortrag ungesagt, aber wo stände auch John Woolman ein Wort, ein Gedanke, die destruktiv wären und nicht zeugten von der unmittelbaren Lauterkeit seines Wesens? Ob sich diesen Eindruck auch die Gestapo-Beamten nicht haben entziehen können? Freilich nicht ahnend, daß in John Woolmans Tiefenschau, in seinem unbeirrbaren Suchen nach der höchsten, gottgegebenen Entscheidung über unser Leben und Handeln Kräfte verborgen sind, die – gefährlicher als alle politischen Programme – für das Reich der reinen Gewalt den Untergang bedeutete.“
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John Woolman : Von der schöpferischen Kraft der Persönlichkeit (RCV 1951)

Manfred Pollatz
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Manfred Pollatz’ Cary-Vorlesung aus dem Jahr 1951 schildert detail- und kenntnisreich das Wirken und den Glauben des amerikansichen Quäkers John Woolman und dessen Kampf gegen den Sklaverei. Die Vorlesung taucht aber nicht nur tief ins 18. Jahrhundert – für Pollatz ist die Haltung Woolmans, dessen Schriften er 1931 ins Deutsche übersetzt hatte, hochaktuell. Sie inspirierte ihn zum Widerstand und gab ihm während der KZ-Haft Hoffnung.

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