Gandhi und wir (RCV 1948)
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"Leben wir wirklich noch aus jenem Geiste, der jeden Krieg unmöglich macht? Wenn das tatsächlich der Fall würde, würde die Welt uns weniger dulden und schärfer verfolgen, wie sie es einst mit Fox und seinen ersten Verkündern der Wahrheit getan hat - und letzthin auch mit Gandhi und seinen Satyagraha-Kämpfern (und auch vielen Quäker-Dienstverweigerern). [...] Ich galube aber, wir müssen jetzt noch einen Schritt weiter gehen, als Gandhi es getan hat. [...]Es ist meine tiefste Überzeugung, dass wir aufhören müssen zu denken, uns zu fühlen und zu betrachten als 'wir' Deutsche, Franzosen, Engländer Amerikaner usw., und dass uns bewusst wird das andere 'wir'. Dass wir uns bewusst werden, dass wir [...] in Wirklichkeit ein Volk Gottes sind, Bürger eines Staates, der nicht von dieser Welt ist, aber doch in dieser Welt sein soll und Wirklichkeit werden muss."
Gandhi und wir (RCV 1948)
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Die Cary-Vorlesung des Jahrs 1948 erschien (wegen des anhaltenden Papiermangels) nicht als eigenständige Publikation, sondern wurde im der Zeitschrift “Der Quäker” veröffentlicht. In ihr beschreibt der niederländische Quäker Robert Limburg das Leben, das Wirken und die spirituellen Überzeugungen Mahatma Gandhis. Die Vorlesung ergründet die Verbindungen zwischen Quäkerglauben und Satyagraha, zeugt von der Bewunderung für Gandhis Klarheit und Radikalität und formuliert einen Punkt, an dem die Quäker Gandhis Weg weitergehen könnten: als Überwindung des nationalen “wir” hin zu einem humanistischen Universalismus.
